„Kylindri"

 
In der Antike war die Region um Karistos für seinen Marmor berühmt. 

 

Die antiken Steinbrüche befinden sich auf den Südflanken des Ochi Gebirges zwischen den Dörfern Mekounida und Aetos. Stavron schreibt schon in der Antike über die „großartigen monolithischen Karystischen Säulen." Der Marmorabbau war damals so intensiv das in Marmari, der Hauptexporthafen des Karistischen Marmors, ein Tempel errichtet und Apollo der unter anderem Gott des Marmors ist gewidmet wurde.

 

Der Marmorabbau fand während des Römischen Zeitalters seinen Höhepunkt. Zu Lebzeiten Cesars und Augustus war der Karystische Marmor in Rom sehr gefragt, hauptsächlich zur Errichtung monolithischer Säulen aber auch für prunkvolle Böden und Wände. Heute noch kann man Säulen Monolithe aus Karistos Marmor in der Hadrian Bibliothek in Athen und der römischen Agora in Rom bewundern.

 

Die bemerkenswertesten Überreste antiken Steinabbaus findet man in „Kylindri", am oberen Ende des Myloi Tals. Mehrere gigantische monolithische Säulen, etwa 12 Meter lang, liegen hier original dort wo sie aus dem Fels gehauen wurden - die „Kylindri" wie sie die Einheimischen nennen. Eine der faszinierendsten Tatsachen ist die mögliche Verbindung zwischen den Steinbrüchen und den Drachenhäusern Süd Euböas. Einer Theorie zufolge waren die Drachenhäuser nichts anderes als dem Gott der Steinbrucharbeiter gewidmete Tempel - Hercules, der von dort über die Arbeiter wachen und ihnen aus der Ferne Kraft und Mut für die Schwerstarbeit geben konnte.

 

Veränderte militärische Gegebenheiten - der mögliche Fall des römischen Reichs im 3ten Jahrhundert - führte zum Rückzug der Römer aus der Region und dem Ende des Marmorabbaus.

Heute sind viele dieser Steinbrüche noch erreichbar, das leichte Ziel einer kurzen Bergwanderung. 
 

 

Für weitere Informationen können Sie sich gerne an uns im Karystion Hotel wenden.

 

  • Karystion Hotel

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